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Spielbericht: Recap Playoff / Finaldays 2018

9.7.2018

Skaterclub Seuzach wird Inline Hockey Schweizermeister 2018!

 

Die erste Mannschaft des familiär geprägten Vereins schaffte es auch dieses Jahr in die Playoffs. Nachdem sie in den beiden letzten Jahren bereits in der ersten Runde die Segel streichen mussten, schaffte sie diesmal im Halbfinale der 3. Liga Gruppe Nord die erste Hürde auf dramatische Weise. Nach einer Niederlage im Hinspiel drehte sie mächtig auf und gewann auswärts gleich mit 2:7. Dies war vermutlich ein Schlüsselmoment in dieser Erfolgssaison.

 

Zum ersten Mal war die erste Runde überstanden. Nun war klar, dass ein Sieg im Regionalfinale gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die 2. Liga ist. Am Albani-Wochenende war also anstelle von Bier und Wurst, Kampfgeist und Seriosität gefragt. Dies gelang den Dragons eindrücklich, sowohl Hin- und Rückspiel wurden gewonnen und der Aufstieg war in der Tasche. Eine starke Kollektiv-Leistung liess für Laupersdorf nie Hoffnung aufkommen, etwas reissen zu können. Die Freude war gross, der Pokal weniger…

 

So war klar, dass sich die Spieler nicht mit einer kleinen Plakette zufrieden geben würden. Der Finaltag fand am Samstag, 7.7.2018 in Biel statt. Für diesen Event organisierte der umtriebige Vorstand um Präsidentin Brigitte Kuhn einen grossen Reisecar. Spieler, Kollegen, Eltern, Junioren und Bekannte wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.

 

Aus allen vier Himmelsrichtungen trafen die Regionalsieger aufeinander. Jede Mannschaft hatte drei Gruppenspiele, das Finale würden die beiden Erstplatzierten ausmachen. Es ist immer schwierig abzuschätzen, wie gut die anderen Teams wohl sind. Vor allem die beiden Sieger aus der Westschweiz waren gespickt mit guten Einzelspielern, welche sich im Winter dem Eishockey frönen. Spiel 1 hatte Seuzach gleich gegen eine Auswahl aus Lausanne. Luca de Marco und Raphael Fotsch konnten mit jeweils zwei Treffern den Grundstein für den Startsieg legen. Alle drei Linien konnten sich schlussendlich am Toreschiessen beteiligen, die Defensive um Goalie Timothy-James Hug kämpfte mit viel Herz und Leidenschaft. Der 5:3 Sieg war ein schöner Erfolg, Seuzach musste also nicht ohne Punkte nach Hause fahren… So war klar, dass ein Sieg in Spiel 2 gegen Wil bereits reichen würde, um ins grosse Finale einzuziehen.

 

Die Pause zwischen den Spielen kostete Seuzach den Rhythmus, erst nach zehn Minuten waren alle wieder im Spiel und vor der Pause sorgten zwei schnelle Tore für die Vorentscheidung. Rafael Oelen sorgte mit zwei weiteren Toren dafür, dass sich Seuzach im Finale messen durfte! Der letzte Gegner in der Gruppenphase war zugleich Finalgegner. So wurde entschieden, das Spiel zu streichen und gleich das Finale zu spielen, schliesslich mussten die Gegner nach Genf und Seuzach in den Norden Winterthurs zurückfahren.

 

Nun wartete die mit Abstand beste Mannschaft auf die Dragons, davon konnten sie sich während den Pausen selber überzeugen. Seuzach musste alles in die Waagschale werfen. Nach wenigen Minuten war jedem in der Tissot Arena klar, dass es wohl nur einen Sieger geben würde. Die Genfer schnürten Seuzach massiv ein. Nur dank Strafen gegen die Genfer, gelang es Seuzach sich aus der Umklammerung zu lösen. In der Pause sammelten sich die Spieler wieder und wussten, dass sie noch 15 Minuten von einer Sensation entfernt sind. Mehr und mehr verzweifelten die Westschweizer am aufopferungsvollen Kampfgeist der Seuzemer und Goalie Hug. Vier Minuten vor Schluss eröffnete sich eine goldene Chance. Der beste Genfer musste  für zwei Minuten auf die Strafbank, Seuzach spielte in Überzahl. Und tatsächlich gelang Jan Ganz der Führungstreffer, es wurde so richtig laut in der Halle. Jetzt war klar, die Welschen kommen noch einmal wie die Feuerwehr. Das Spiel wurde hektisch und immer härter. Die Genfer legten sich nach dummen Aktionen mit dem Schiedsrichter an und ihre Gangart war jenseits des erlaubten. Die Seuzemer blieben ruhig , mit der Sensation vor Augen. Es wurde gekämpft, viele Schüsse geblockt und Goalie Hug war ein sicherer Wert. Schliesslich nahm Genf den Torhüter aus dem Spiel und spielte fortan mit einem zusätzlichen Feldspieler. Nach harten, zähen Minuten gelang Manuel Schmidli die Entscheidung ins leere Tor. 16 Sekunden vor Schluss war der Sieg eingetütet. Von da an liessen die Spieler den Emotionen freien Lauf, nie hätte man das erwarten können. Der Underdog holt sich sensationell den Pokal, unterstützt von vielen vereinsnahen Mitgliedern und Freunden. Michi Biedermann durfte als Captain den Pokal entgegen nehmen. 

 

Der Ausdruck „Pokal“ war diesmal auch zutreffend, das war eher nach dem Gusto der Spieler. Schliesslich müsse man doch Bier in einen Pokal füllen können, wird ein Spieler zitiert worden sein. Die Party nahm bereits im Car ihren Lauf und es ist gut möglich, dass die Spieler noch feiern, während sie diesen Bericht lesen.

 

In diesem Sinne wünschen die Dragons allen einen schönen Sommer und bedanken sich für den Support der Fans in Olten und Biel!

 

 

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